Das Antikapitalistische Kollektiv versteht sich als Bündnis und Plattform. Hervorgegangen ist das AKK aus verschiedenen Netzwerken, welche die Thematik und die Forderungen bereits seit weit mehr als 5 Jahren umsetzen. Öffentlich bekannt wurde das AKK erstmals zu den Protesten gegen die EZB-Neueröffnung im März 2015, aber schon vorher trieb die Initiatoren der Wille an, weiterhin eine unabhängige aber diesmal nicht bundeslandbezogene Plattform zu etablieren. Es galt an die Erfolge der letzten Jahre anzuknüpfen und sich dem eigenen Maßstab getreu nicht an alte Namen zu klammern.

aktion

Das AKK will die Vernetzung vorantreiben und auch innerhalb der nationalen Bewegung verschiedene Gruppen und Organisationen an einen Tisch bringen – nicht immer mit dem Ziel sich am Ende recht zu geben, sondern in erster Linie überhaupt über Theorie und Praxis zu diskutieren.

Organisatorisch ersetzt das AKK also keine bestehenden Gruppen, sondern schafft Raum für Kritik, Ideen und realpolitische Zusammenarbeit über Grenzen und Dogmen hinweg. Es bricht dort mit den festgefahrenen Strukturen, wo es notwendig ist und schafft gleichzeitig in schwierigen Situationen einen gemeinsamen Fixpunkt.

Unserer Auffassung nach gilt es die verschiedenen Fronten wie parlamentarische und außerparlamentarische Opposition, aber auch Aktionsformen und Strukturen, in den Diskurs zu zwingen. Die Vielfalt der Ideen ist groß, die Ressourcen unserer Bewegung werden oft unterschätzt und gerade in Bezug auf den Kampf auf der Straße, die „dreckige Praxis“ wird zu oft vergessen: Der aktive Widerstand benötigt Raum für Kritik und Struktur, aber auch Schutz.

Jede Organisation hat ihre Aufgabe und ihre Front, keine kann und darf alle Formen des Widerstandes vereinen – wie wir aus den kräftezehrenden Verbotsverfahren nationaler Parteien wissen.

Während parlamentarische Arbeit dank vorhandener Parteien möglich ist, unterstützt das AKK aktiv die Aktionsgruppen und -formen welche sich außerhalb der Parlamente abspielen. Nicht desto trotz bleibt  zumindest die Kommunikation zwischen parlamentarischen und außerparlamentarischen Kräften ein Ziel des AKK. Neben der theoretischen Auseinandersetzung bringen wir die Aktivisten zusammen um auch die praktische Arbeit in ihrer Effizienz zu steigern. Dabei behalten wir immer die Notwendigkeit der ständigen Reorganisation, der Dynamik und größtmöglichen Sicherheit im Auge. Letztere ist immer dann schwerer umzusetzen, wenn unser Aktivitätsgrad zunimmt. Deshalb geben wir uns keiner Illusion hin sondern sagen ganz deutlich: Man kann nicht immun gegen Gefahren sein, man kann sie aber bestmöglich versuchen abzuwenden. „Wo gehobelt wird, da fallen Späne.“ Um dem Anspruch des größtmöglichen Schutzes gerecht zu werden, halten die im AKK vernetzten Gruppen interne Schulungen ab und setzen gemeinsam neue Standards um (z.B. Bezugsgruppen).

Wer im AKK vernetzt ist, ist meist auch Mitglied einer Partei oder Teil einer Aktionsgruppe. Aufgabe eines Jeden ist es, in diese Organisationen hinein zu wirken um langfristig eine Spaltung und Zersetzung der Bewegung zu verhindern und Fehlentwicklungen zu korrigieren. Das Kollektiv ermöglicht effektive Zusammenarbeit ohne dabei den Sinn von Aktionsgruppen, freien Strukturen, Parteien und Organisationen aufzugeben.

Inhaltlich vereint alle Unterstützer des AKK der Wille, die sozialen Kämpfe in Deutschland und Europa zu bündeln um umfassend gegen die Symptome und die kapitalistische Bedrohung an sich vorzugehen. Wir wollen die Komplexität dieses Systems aus Unterdrückung, Ausbeutung und Zerstörung nicht nur benennen, sondern uns den einzelnen Protagonisten und Akteure aktiv entgegen stellen.

Grundthesen

1. Es gilt den Kapitalismus, seine Auswüchse und Folgen zu bekämpfen

Als solche gelten u.a.:

a. Armut und Ausbeutung
b. Flucht und Vertreibung
c. Krieg und Imperialismus
d. Chauvinismus und Klassendenken
e. Profitmaximierung auf Kosten von Lebewesen und deren Umwelt

2. Die Nation muss Lebens- und Wirtschaftsraum des Volkes sein

3. Nur der Sozialismus innerhalb dieser Nation kann gerecht und nachhaltig sein

4. Die globalen Befreiungskämpfe müssen vernetzt werden um auch dem globalisierten Kapitalismus entgegen zu treten