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Polizei verletzt Kommunikationsbeauftragten auf Demonstration

In Wetzlar sammelten sich am 07.10.2016 auch antikapitalistische Gruppen und Einzelpersonen. Diese einigten sich auf einige Aktivisten, welche die Kommunikation zur bereits seit Beginn aggressiven Polizei übernehmen sollten und sich außerhalb der Transparente aufhielten.

Während der Demonstration kam es zu unschönen Szenen, welche der junge Aktivist wie folgt beschreibt: „Unsere Route war klar. Nach zähen Diskussionen wurde uns zugesichert, dass wir ohne Eingriffe und friedlich zum Bahnhof laufen dürfen. Auf dem Rückweg fingen die Polizisten in einer engen Seitengasse ohne ersichtlichen Grund jedoch an, auf unsere Aktivisten einzuschlagen und verletzten dabei auch andere Menschen massiv. Ein Rollstuhlfahrer sowie Frauen und ältere Menschen bekamen nicht nur wüste Beschimpfungen ab, sondern wurden auch mit Knüppeln und Fäusten traktiert. Meine Aufgabe war es, die Situation zu deeskalieren, nicht hilfreich war dabei jedoch, dass die vermummten und gewaltbereiten Polizisten zuerst Fahnen und dann Regenschirme und Transparente versuchten zu entreisen. Dabei gingen etliche unserer Fahnenstangen zu Bruch, von unserem Hochtransparent blieben nur noch Holzlatten übrig. Statt wie besprochen eine Ankündigung zu machen damit man vorliegende Probleme ohne Eskalation lösen kann, wurde wahllos auf die Aktivisten eingeschlagen. Ich versuchte, einen Grund für diese Attacken zu erfahren – statt einer Begründung bekam ich einen festen Schlag mit einem Schlagstock. Daraufhin nahm alles seinen Lauf: Die gelernten Aktivisten verarzteten mich und machten mich nach kurzer Zeit wieder einsatzbereit. Wir wollten uns nicht auf fremde Hilfe verlassen, außerdem brauchten mich meine Freunde jetzt erst recht. Für mich hat dieser Angriff wieder bewiesen: Unser Widerstand ist notwendig und richtig, auch die Versuche eine Eskalation zu verhindern waren angebracht. Mindestens genauso angebracht und notwendig war aber auch die entschiedene Gegenwehr der angegriffenen Aktivisten. Ohne diese hätte es vermutlich noch viele weitere Verletzte gegeben.“

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