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Hohes Gewaltpotential am 1. Mai in Halle!

Felix M. Steiner schreibt in der ZEIT, dass „Die Sicherheitsbehörden und auch die Organisatoren der Gegenproteste“ sich auf ein „enorm hohes Gewaltpotential am 1. Mai 2017 in Halle einstellen“ müssen, damit „schwere Übergriffe auf Gegendemonstranten – wie in Saalfeld oder Plauen – verhindert werden können.“ und verkennt dabei die tatsächlichen Zustände und verkehrt in gewohnter Manier Opfer und Täter.

Selbstverständlich müssen wir uns am 1. Mai in Halle auf ein sehr hohes Gewaltpotential einstellen, wenn wir aus den Demonstrationen in Saalfeld (2015) und Plauen (2016) aber auch allen vorherigen Demonstrationen lernen wollen. Es ist absurd, die radikalen Kräfte, welche sich im Antikapitalistischen Kollektiv vernetzt haben, für die Ausschreitungen verantwortlich zu machen. Nicht das AKK hat zu gewalttätigen Gegenprotesten aufgerufen oder, wie in Plauen geschehen, sogar Steine auf eine angemeldete Demonstration geworfen. Nicht das AKK hat eine legale Demonstration von allen Seiten eingepfercht und üblen Angriffen ausgesetzt, gar Tränengasgranaten mitten in Menschenmengen geschossen. Nein, der antikapitalistische Block hat lediglich aus den letzten Jahrzehnten gelernt und sich zur Wehr gesetzt. Der Block hat organisatorische Grenzen überwunden und ernsthaften Widerstand geleistet gegen Angriffe durch unsere Feinde. Wie der Verfassungsschutz bereits aus einem internen Konsens zum 1. Mai 2016 in Plauen richtig zitierte: Wir waren nie auf Gewalt aus, werden uns aber nicht weiter unterdrücken lassen.

Wir haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten erlebt, wie unsere Demonstranten kriminalisiert, angegriffen und verurteilt wurden, obwohl sie nur auf eine legale Versammlung wollten. Wir wurden in die Ecke getrieben, standen teilweise Stunden in der prallem Sonne herum und durften angemeldete Routen nicht laufen. Daraus haben wir nur die notwendigen Schlüsse gezogen: Weder Staat noch Gesellschaft helfen uns, unsere Rechte durchzusetzen – also liegt es in unseren Händen die traurige Realität zu erkennen und selbst zu handeln.

Ginge es nach uns, dann würden unsere Demonstrationen ohne Repressionen vollkommen friedlich durch die Stadt laufen. Doch das ist Träumerei und viel zu viel verlangt von einem System, das unserem Volk den Krieg erklärt hat.

Am 1. Mai werden wir in Halle konsequent und bestimmt auftreten um die zunehmende Gewalt gegen unsere Demonstrationen nicht durch Tränen und Selbstmitleid, sondern durch unsere Taten und unseren Widerstand zu beenden. Wir wollen friedlich demonstrieren, wenn sie uns lassen. Realistisch ist dies jedoch nicht, trommeln Sicherheitsbehörden und Antifaschisten doch bereits zum erneuten Schlag gegen unsere Bewegung – im Falle der selbsternannten Antifaschisten mit dem selbsterklärten Slogan „Nice to beat you“. Das bedeutet für uns, dass wir uns ganz klar auf weitere Ausschreitungen vorbereiten müssen, diese aber nie unnötig provozieren werden.

Die im AKK vernetzten Gruppen, Parteien, Organisationen und Einzelpersonen werden geschlossene Reihen bilden und die notwendigen Taktiken nutzen, um diesem Wahnsinn ein Ende zu setzen. Sie werden die Drecksarbeit machen, für die sich zu viele Besserwisser und Parolenschreier schon lange zu schade sind. Bis wir endlich wieder frei und friedlich demonstrieren können!

Informiert euch über die Anreise, organisiert eure Bezugsgruppen und übt das Vorgehen bei Angriffen – denn sowohl Staat als auch Antifa werden ein erstarken unserer Bewegung nicht kampflos hinnehmen.

Der 1. Mai wird wohl ziemlich heiß, vergesst also eure Regenjacken, Regenschirme und Sportschuhe nicht!